Es gibt unterschiedliche Quellen zu Verurteilungen. In Europa werden diese Fälle nicht veröffentlicht, da hier der Datenschutz greift. Dennoch hat es ein Fall an die Öffentlichkeit geschafft.

Ulrich Wippermann war in seinem Unternehmen verantwortlich für den Im- und Export. Von jetzt auf gleich warfen die USA Ihm Terrorfinanzierung vor. Herr Wippermann kam persönlich auf die US Sanktionsliste und auch sein Unternehmen. Das Ergebnis war, das Herr Wippermann alle seine Konten und Kreditkarten verlor und selbst sein Telefon-Provider verkaufte Ihm kein Iphone mehr.

Hier die ganze Geschichte der FAZ: 
https://www.faz.net/aktuell/politik/deutscher-auf-usa-terrorliste-wegen-exporten-nach-iran-14552747.html

In den USA sieht es mit dem Datenschutz etwas anders aus. Hier haben wir ein paar Beispiele mit den zugehörigen Quellenangaben.

Eine Firma hat Technische Geräte über Deutschland in den Iran verkauft. Die Strafe wurde festgesetzt auf 43.200 $
https://www.treasury.gov/resource-center/sanctions/CivPen/Documents/20160907_wct.pdf

Die Firma Stanley Black & Decker hat eine Strafe in Höhe von 1,87 Mio $ erhalten für den Verkauf von Elektrowerkzeugen.
https://www.treasury.gov/resource-center/sanctions/CivPen/Documents/20190327_decker.pdf

Auf der folgenden Seite können Sie alle Verurteilungen einsehen, die durch die USA verhängt wurden:
https://www.treasury.gov/resource-center/sanctions/CivPen/Pages/civpen-index2.aspx

In vielen Fällen kann man hier lesen, das kein Prozess oder Programm zur Vermeidung implementiert und somit ausschlaggebend für die Verurteilung war.

Verstöße gegen die Sanktionslisten Prüfpflicht sind also nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Nicht Beachtung birgt hohe Risiken für die verantwortliche Person und das Unternehmen.